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Rhein
Weine voller Temperament
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Geschichte

Auf Schritt und Tritt Vergangenheit

Das Weinanbaugebiet Mittelrhein ist aus historischer Sicht eines der ältesten in Deutschland. Der Weinbau kam in römischer Zeit in die Beckenlandschaft zwischen Koblenz und Neuwied. Dort wurde er in ebenen Weingärten betrieben, was archäologische Funde in der Gemarkung Miesenheim bei Andernach beweisen.

Bis zum Hochmittelalter wurden auch die Steilhänge zwischen Koblenz und Bingen, sofern sie sich wegen ihrer Südlage eigneten, terrassiert und für den Weinbau erschlossen.

Dabei entwickelte sich die heute noch bedeutende Weinstadt Bacharach zum wichtigsten Weinmarkt am Mittelrhein. Hier wurden nicht nur die Weine aus Bacharach und der näheren Umgebung zum Kauf angeboten. Auch die Erzeugnisse des Viertälergebietes mit den Orten Ober- und Niederheimbach, Manubach, Rheindiebach, Oberdiebach und Steeg wurden hier gehandelt, sowie viele Weine aus den südlicher gelegenen Weinregionen, wie beispielsweise dem Rheingau, Rheinhessen und der Pfalz, ja sogar aus dem Badischen und dem Elsass.

Die Weine mussten wegen der für die Schifffahrt gefährlichen Klippen im „Binger Loch“ auf dem Landweg oder mit kleineren Schiffen ohne nennenswerten Tiefgang nach Bacharach transportiert werden. Dort wurden sie auf die großen Schiffe der Kölner Weinkaufleute umgeladen und unter der Bezeichnung "BACHARACHER" bis nach England und Skandinavien weiter verkauft.

Das Flusstal am Mittelrhein stellte im Spätmittelalter die Achse des Reiches dar und war zu dieser Zeit die Hauptverkehrsstraße. Vier der sieben an der Königswahl beteiligten Kurfürsten, Kur-Mainz, Kur-Trier, Kur-Köln und Kur-Pfalz, waren territorial mit Herrschaftsgebieten am Mittelrhein beteiligt und trafen sich häufig in den bedeutenden Weinstädten dieses Gebietes  zu Beratungen über die Reichspolitik.

Burgen und Schlösser am Strom erzählen noch heute von dieser großen historischen Epoche. Damals entstand aus der grandiosen Flusslandschaft, die die Natur geschaffen hat, eine Kulturlandschaft einmaliger Prägung und Wirkung.
Als Clemens Brentano, ein gebürtiger Ehrenbreitsteiner, zusammen mit Achim von Arnim 1802 eine Rheinreise von Mainz nach Koblenz unternahm, waren die beiden derart von der Schönheit der Landschaft mit ihren mittelalterlichen Städten und Burgen begeistert, dass sie mit ihrer Idee, Volkslieder, Sagen und Märchen zu sammeln, die Begründer der Rheinromantik wurden. Von diesem Geist inspiriert, besuchten viele Dichter, Maler und Musiker den Mittelrhein und schufen hier bedeutende Werke.

Die berühmten englischen Maler William Turner, Georg W. Stanfield, William Callow und viele andere Künstler füllten ihre Skizzenbücher mit Motiven dieser Burgen und Ruinen und schufen die herrlichsten Landschaftsbilder. Die Reisehandbücher von John Murray aus England und Karl Baedeker aus Koblenz trugen dazu bei, dass Engländer, Niederländer und Deutsche in großer Zahl als Touristen den Rhein bereisten, um das Land der Loreley selbst in Augenschein zu nehmen.

Bis heute hat der Mittelrhein seine Anziehungskraft als touristische Region behalten. Ob der Kaiser von Japan, die Königin von England oder amerikanische Präsidenten zum Staatsbesuch in Deutschland weilen - immer wieder wird ihnen der Wunsch erfüllt, dem Rheintal zwischen Bingen und Bonn einen Besuch abzustatten.
Doch nicht nur für die "Großen" und "Berühmten", sondern für jeden Besucher bietet der Mittelrhein eine einzigartige Erlebniswelt.

Erleben auch Sie diese Welt!

 

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